Wissen-Können-Umsetzen: Consulting & Counselling

Wissen-Können-Umsetzen: Consulting & Counselling

Die Praxis in der Beratung ist von einer Vielzahl an Begriffen, die oft genug in ihrer Verwendung modisch erscheinenden Trends folgen, gekennzeichnet. Dabei ist eine transparente Abgrenzung der Formen der Beratung wichtig, um prüfen zu können, welches Kompetenzen für die Aufgabenstellung relevant sind, und ob diese durch den Trainer mitgebracht werden.

Zunächst soll hier einmal eine begriffliche Unterscheidung zwischen den Beratungsformen in den Bereichen Wissen-Können-Umsetzung vorgenommen werden. Dazu findet sich in der Literatur eine häufig verwendete Aufteilung von Beratung in „Consulting“ als inhaltlicher Beratung (Wissen, Können) und „Counselling“ als prozessbegleitender Beratung (Umsetzung) [1].

Danach sind Formen des Counsellings:

  • Coaching – zielt darauf ab, Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten und setzt bestehendes Wissen voraus, auf welches nicht zugegriffen werden kann
  • Supervision – zielt darauf ab, die Qualität beruflichen Handelns in Form von Fallbeispiel-Reflexion zu sichern
  • Moderation – zielt darauf ab, eine Gruppe zu einem vorgegebenen Ziel zu begleiten und darin zu unterstützen, zielgerichtet und effizient zu arbeiten
  • Lebens- und Sozialberatung – zielt im beruflichen Kontext auf psychosoziale Beratung am Arbeitsplatz ab, Themen sind etwa Work-Life-Balance, Mobbing oder Burn-Out

Formen des Consultings sind:

  • Fachberatung – Wissenstransfer im Rahmen der Unternehmensberatung
  • Lehre – Wissensvermittlung etwa wie an Universitäten üblich
  • Training – Wissensvermittlung und Üben des Könnens als Kombination von Wissensvermittlung im Sinne von Fachtraining und Verhaltenstraining, Persönlichkeitstraining

Genau für Letzteres soll in den folgenden Artikeln auf das notwendige Kompetenzprofil als ein wichtiger Erfolgsfaktor des Trainers eingegangen werden. Die Fachliteratur zu diesem Thema ist sehr umfangreich und komplex. Die Kompetenzen sind weder überschneidungsfrei dargestellt, noch weisen sie eine einheitliche inhaltliche Beschreibung auf.

Im Unternehmenskontext und im Zusammenhang mit der betrieblichen Weiterbildung gefällt mir daher der praktische und einfache Kompetenz Rahmen, wie er auf http://www.managerseminare.de/Datenbanken_Wissen/Checkliste-Welche-paedagogischen-Faehigkeiten-Trainer-mitbringen,151097 dargestellt und verwendet wird:

  • Didaktische Kompetenz
  • Methodenkompetenz
  • Medienkompetenz
  • Durchführungskompetenz
  • Rhetorik und Ausdrucksfähigkeit
  • Transferkompetenz

Ergänzend dazu gehört m.E. die Feldkompetenz, wie sie im Kompetenzprofil des Deutschen Verbandes für Coaching und Training e.V. beschrieben wird (http://www.dvct.de/training/kompetenzmodell-trainer/).

[1] vgl. Reichel Rene, Rabenstein Reinhold: Kreativ Beraten, 2005, S. 7

Bild: Pixabay puzzle-320754